DEUS EX: HUMAN REVOLUTION Artikel von I-TEKILLA-I

Deus Ex: Human Revolution - User-Test
07.09.2011 , I-TeKilla-I

Deus Ex: Human Revolution - Ein legendäres SciFi-Rollenspiel kommt zurück auf die Bildschirme und TV's - Doch ist der Titel etwas für Euch? Lest den Test!

Deus Ex - Human Revolution

Wie die ersten beiden Deus-Ex-Spiele (Deus Ex und Deus Ex: Invisible War) soll auch der dritte Teil eine Mischung aus Ego-Shooter und Rollenspiel in einem futuristischen Szenario sein. Es handelt sich um ein Prequel zum ersten Teil und beschäftigt sich mit den Ereignissen rund um das Aufkommen von Biomodifikationen, die Folgen und die Frage danach, was das Menschsein ausmacht. Die Hauptperson Adam Jensen ist Sicherheitschef einer führenden Firma für Biomodifikationen. In Folge eines Angriffs auf die Firma wird Jensen schwerst verletzt und daher mit diversen Biomodifikationen ausgestattet. Wie in den vorherigen Titel gerät Jensen im Laufe des Spiels immer tiefer in ein Geflecht aus Verschwörungen verschiedener politischer und wirtschaftlicher Fraktionen.

Das Spiel richtet sich ausschließlich an Einzelspieler. Für die Zeit nach der Veröffentlichungen sind Download-Erweiterungen geplant und befinden sich bereits in Entwicklung.

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Ersteindruck

Das Spiel beginnt mit einem Durchgang durch die Bio-Labors von Sarif-Industries, wir als Adam Jenson sind bislang nicht modifiziert und als Sicherheitsbeauftragter der Firma dafür verantwortlich, dass eine große Veröffentlichung am nächsten Tag auch stattfinden wird. Doch es soll anders kommen: Es wird Alarm ausgelöst...

Der Prolog wird gekonnt genutzt um die Story aufzubauen und die grundlegende Spielmechanik zu erläutern, wobei Tutorials via Videoeinspielung mit der Selecttaste gestartet oder ausgelassen werden können, ohne das Spiel störend zu unterbrechen - Vorbildlich und so noch nicht gesehen. Toll!

Doch einiges fällt bereits hier auf: Die Cutscenes sind äusserst kurz und wirken wie nachbearbeitete Spielgrafik, welche dann tatsächlich in Spielgrafik übergehen. An sich klingt das nicht tragisch, doch wenn die hölzernd wirkenden Charaktere dann als Bauchredner sprechen ohne die Lippen zu bewegen, erhält das "Mittendrin" Feeling, welches sich direkt aufbaute irgendwie einen Dämpfer... Nicht schön Leute, wirklich nicht. Allerdings weiß die übrige, teils recht steril wirkende Grafik zu überzeugen, obgleich nicht auf Stand von Crysis 2 oder Killzone 3 wird eine authentische Atmosphäre aufgebaut- Spätestens nach der 1. Mission wenn man die Städte frei begehen darf (was angesichts der eher geringen Möglichkeiten eher sinnlos erscheint) bekommt man wieder das Gefühl in einer Welt zu wandeln, welche Licht und Schatten wirft und keinesfalls rosig wirkt. Sehr authentisch, schon ist man wieder mittendrin, vergessen die Dialoge mit Sarif und anderen Bauchrednern.

Die Technik überzeugt, eine fundierte Steuerung ohne Haken und Ösen, sehr durchdacht, allerdings nicht Shooternorm und nicht anpassbar, der CoD/BF Spieler wird wohl nicht nur einmal Fluchen, wenn eine versehentlich geworfene Granate ihm den "Stealth Approach" versaut und man doch zum Schießprügel greifen muss. Aber gerade hier wird das Spiel wirklich interessant, die verschiedenen Herangehensweisen benötigen unterschiedliche Skill-Varianten, sodass man sich mehr oder weniger entscheiden sollte, wie man Deus Ex spielen will: Aggressiv? Schleichend? Defensiv? Als Überredungskünstler? Die biomechanischen Veränderungen des Hauptakteurs sind vielseitig und nicht unmittelbar nutzbar. Mehr als einmal steht man vor verschlossener Tür und flucht, weil man doch kein Hacker-Ass ist. Authentisch und erhöht den Wiederspielwert - Ebenso wie die andererorts bereits erwähnten multiplen Spielenden, welche direkt durch unsere Handlungen gewoben werden. Alles was wir entscheiden soll Einfluss auf die Welt haben, ich bin nach 6 Stunden Spiel gespannt was da so verändern wird.

Die Menüführung erscheint schlüssig und ist nett aufgebaut, leider gibt es InGame keine Minimapfunktion bis auf einen "Feindradar" welcher Navigation in den in dem ersten Level bereits verzweigten Maps doch deutlich erschwert, doch wahrscheinlich ist dies sogar so gewollt, daher ok damit kann man leben. Das eher kleine Inventar ist dafür umso fuckeliger, erinnere ich mich nerviger Weise auch an 10 Minuten Spielzeit in denen ich versuchte ein Scharfschützengewehr in meinem kleinen Rucksack zu packen... Genug Platz war da, aber man muss schon beim Bund gewesen sein um den Rucksack auch so zu packen, dass alles reinpasst (vorallem, wenn man zu Beginn die Abmessungen der Items nicht kennt, die man aufheben will) - Nervig!

Allerdings haben wir nun alle Waffen verstaut und gehen auf Feindfahrt, bereits die erste Wache, die man stilvoll, elegant abstechen will, offenbart uns die Genauigkeit des Spiels welches keine großen Fehler duldet - Ich war zu laut, alle restlichen Wachen werden durch den Schuß der um die Ecke wartenden Wache Nr.2 alarmiert und schnell versuchen mich die KI-Gegner zu umstellen und von mehreren Seiten zu beschießen - Wieder was gelernt, leise sein!

Noch gemeiner sind die SpecOps Soldaten, die mich gleich im zweiten Raum erwarteten und mir Blendgranaten vor die Nase geschmissen haben, die Dinger sind teils noch gemeiner als ich sie aus anderen Spielen kenne, war ich anschließend ob der Levelarchitektur tatsächlich so desorientiert, dass erst weitere Körpertreffer mir zeigten von wo ich eigentlich beschossen wurde. Naja vielleicht auch Anfängerpech...

Allerdings befürchte ich einfach, dass die Aufmerksamkeitsbereiche der Waffen gerade zu Beginn (später erlangt man bei entsprechender Skillforcierung bioimplantate, die dies erleichtern) aus der Egoperspektive teils schwer einzuschätzen sind und die Wachen wirklich sehr sehr unnachgiebig sind. Einmal Alarm ausgelöst stehen einem teilweise ein dutzend Gegner auf der Matte. Angesichts der teilweise (zu Beginn) niedrigen Munitionsvorräte keine schöne Sache.

Aber Schleichen macht Spaß, in den Luftschächten sind hier und da Gespräche mitzuhören, Luftungsschlitze ermöglichen es uns in Räume hineinzusehen ohne bemerkt zu werden - Intel ist wichtig, so kann man sein Vorgehen planen oder auch Belohnungen erspähen, welche das Risiko den Raum zu erobern auch wert sind. Schöne Sache, ob des geringen EP-Modifikators für's Schleichen auch wichtig!

Nachdem ich mir dann aufgrund meiner schlechten Stealth-Skills eher frustriert den Weg durch die erste Lagerhalle einfach freigeschossen habe folgte wieder mehr Story, doch will ich nicht noch weiter Spoilern sondern freue mich inzwischen schon auf Mission 3

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Langzeit-Eindruck / Motivation

Der Langzeiteindruck zu Deus Ex überzeugte mich bis dato nicht sehr, zwar ist ein höherer Schwierigkeitsgrad durchaus fordernt und wird das Spiel in die Länge ziehen, allerdings habe ich es bereits am 1. Wochenende binnen von 12 Stunden (inklusive einiger Nebenquests) durchgespielt und war am Ende doch eher enttäuscht vom Ende - Nicht weil es schlecht war (will ich hier nicht spoilern und spare deswegen die Details) aber um ALLE angeblich möglichen Enden zu erleben, müsste ich das Spiel genau zwei Male durchspielen! Denn am Ende hat man sprichwörtlich die Wahl zwischen Knopf 1 und 2... Vielmehr hatte ich damit gerechnet, dass alà Dragon Age oder Dungeon Siege 3 sich das Ende aus verschiedenen Sequenzen zusammensetzen würden, welche mit meinen Entscheidungen im Spiel zuvor zusammenhängen würden, dem ist aber nicht so! Sehr ernüchternd, da auch der Endgegner nicht wirklich fordernd war.

Allerdings ist es das Spiel an sich, welches weiteres Spielen motivierend macht: Spiele ich nochmal Stealth? Als Stealth-Hacker, Aggressiv aber mal mit lautlosen Waffen usw usw. Das Spiel - obwohl immer wieder gleich - kann locker vier, fünf Mal oder noch öfter durchgespielt werden und würde sich jedes Mal anders anfühlen. Insofern ist das Ganze dann doch recht gut gelungen, wenngleich das Ende recht reizlos erschien.

Die Story an sich ist wenig überraschend, auch hier ohne Details zu verraten, gibt es zwar einige Wendungen, aber im Groben kann man mit dem Verlauf rechnen und hat man so oder ähnlich bereits gesehen - Aber die Story ist glaubhaft und gut inziniert, trotz der mäßigen Lippensynchronität und steifen NPCs.

Fazit: Das Spielprinzip fesselt und die Story hat Hand und Fuß, ein gelungener Relaunch zum Klassiker, stimmt beim 2. Relaunchtitel - sofern er folgt - die Technik und die Länge des Spiels, wird ein guter Titel zum Blockbuster!

Kommentare

I-TeKilla-I

08.09.2011 06:25 Uhr

Untertitel ja, Synchronsprache müsste ich lügen - kann zwar Englisch spiele Rollenspiele aber lieber in deutscher Sprache um wirklich alles zu verstehen :D

ravn

07.09.2011 15:06 Uhr

Danke für den Erfahrungsbericht.

Kann man die Sprachausgabe in der deutschen PS3-Version auf "englisch" stellen, damit die Mimik auch synchron wird? Und kann man optionale Untertitel einblenden lassen, wenn man nicht jedes gesprochene Wort versteht?

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